Übergangsregelungen für Anträge auf Langzeitrehabilitation in Deutschland

Es handelt sich hierbei um einen informativen Text, basierend auf den föderalen und gemeinschaftlichen Richtlinien (hier klicken für Druckversion des Textes).

Für genauere Informationen, wenden Sie sich bitte an Ihre Krankenkasse das LIKIV im Falle von Fragen bezüglich der föderalen Zuständigkeit oder für spezifische Anfragen für die Zuständigkeit der Deutschsprachigen Gemeinschaft an den Fachbereich Gesundheit und Senioren des Ministeriums der Deutschsprachigen Gemeinschaft.

Bei diesen Regelungen handelt es sich nicht um die Ostbelgienregelung (welche deutschsprachigen Patienten unter anderem eine fachärztliche Behandlung in Deutschland ermöglicht) und nicht um die Rehabilitationen auf belgischem Gebiet.

Die hier aufgelisteten Übergangsregelungen betreffen sowohl Kinder als auch Erwachsene.

Bis zum 1. Mai 2019 wurden Anträge für sämtliche Rehabilitationsaufenthalte in Deutschland von den belgischen Krankenkassen und dem Kolleg der Ärzte-Direktoren des LIKIVs bearbeitet.

Im Rahmen der 6. Staatsreform wurden die Rehabilitationsaufenthalte in 2 Typen aufgeteilt: die Kompetenz für Rehabilitationen im Allgemeinen(Akutsituationen) blieb beim Föderalstaat (d.h. dem LIKIV) und die Kompetenz für physische und psychiatrische Langzeitrehabilitation wurde an die Deutschsprachige Gemeinschaft übertragen.

Es gibt demnach 2 verschiedene Übergangsprozeduren für den Bereich der Langzeitrehabilitation:

A) Die physische Langzeitrehabilitation

Diese Übergangsphase dauert seit dem 1. Mai 2019 an.

Die Anträge werden bei den belgischen Krankenkassen eingereicht und von den dortigen Vertrauensärzten beurteilt, an Hand der festgelegt Kriterien aus dem Rundschreiben FbGS.AA.JuH/19.01-07.02-19.180. Bei Genehmigung wird die Akte an das Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft weitergeleitet, welche den S2-Schein ausstellt (für genauere Informationen, wenden Sie sich bitte an Ihre Krankenkasse oder den Fachbereich Gesundheit und Senioren des Ministeriums der Deutschsprachigen Gemeinschaft).

Ab dem 1. Juli 2019 wird die Deutschsprachige Gemeinschaft ein eigenes Entscheidungsorgan haben, um die S2-Anträge für Langzeitrehabilitation zu bearbeiten, d.h. die Anträge für physische Langzeitrehabilitation im Ausland werden nicht mehr bei den Krankenkassen bearbeitet.

Bedingungen für das Einreichen der Anträge:

– Der Antragsteller muss Bürger der Deutschsprachigen Gemeinschaft und in Belgien krankenversichert sein.

– Ein Behandlungsplan inklusive Kostenvoranschlags für eine der im Anhang des Rundschreibens genannten Leistungen muss mit dem Antrag eingereicht werden.

– Ein Bericht eines Facharztes muss dem Antrag beigefügt werden?

– Der Antrag wird innerhalb von 45 Tagen durch die Vertrauensärzte bearbeitet. Die Genehmigung muss vor Inanspruchnahme der Leistung gegeben werden.

B) Die psychiatrische Langzeitrehabilitation

Es ist schwierig zu definieren, welches der Unterschied zwischen psychiatrischer Rehabilitation und psychiatrischer Langzeitrehabilitation ist. Aus diesem Grund wurde zwischen Föderalstaat und Deutschsprachige Gemeinschaft entschieden, dass die Definition durch das Kolleg der Ärzte-Direktoren des LIKIVs auf Basis der dort eingereichten Akten erarbeiten werden soll bis Ende 2019.

Diese Übergangsphase dauert vom 1. Mai 2019 bis zum 31. Dezember 2019 an.

Die Anträge werden bei den belgischen Krankenkassen eingereicht. Die vollständigen Akten werden vom Vertrauensarzt sofort an das Kolleg der Ärzte-Direktoren des LIKIVs weitergeleitet. Das Ärztekollegium kontrolliert, ob es sich effektiv um eine psychiatrische Langzeitrehabilitation handelt oder eine andere Anfrage.

1) Falls es sich um eine psychiatrische oder psychosomatische Rehabilitation handelt, erteilt das Kolleg eine Genehmigung auf Grundlage der föderalen Zuständigkeiten. Der zuständigen Krankenkasse wird die Entscheidung mitgeteilt, welche das S2 ausstellt.

2) Falls es sich um eine psychiatrische Langzeitrehabilitation handelt, erteilt das Kolleg eine Genehmigung für die Deutschsprachige Gemeinschaft. Dieser wird die Entscheidung des Kollegs mitgeteilt, welche dann das S2 ausstellt. Die Deutschsprachige Gemeinschaft hat die Möglichkeit mit dem Kolleg über die Entscheidungen auszutauschen, falls die Deutschsprachige Gemeinschaft nicht mit der Entscheidung des Kollegs einverstanden ist.

3) Falls die angefragte Maßnahme nicht in der belgischen Gesetzgebung vorgesehen ist, lehnt das Kolleg den Antrag ab.


Tätigkeitsbericht 2018

Hier finden Sie den Tätigkeitsbericht des Jahres 2018 des Psychiatrieverbandes der DG: Tätigkeitsbericht_PVBDG_2018


Weiterbildungsreihe „Die Herausforderung der Altersdepression“

Depression gehört neben demenziellen Erkrankungen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen im höheren Lebensalter. Viele Menschen halten Antriebslosigkeit, Niedergeschlagenheit und ängstliche Verstimmungen für unvermeidliche Begleiterscheinungen des Alters. Dass sich dahinter jedoch eine Erkrankung verbergen könnte, die behandelt werden kann, ist häufig nicht bekannt.

Was bedeutet eigentlich „Altersdepression“? Wie kann ich, als professioneller Begleiter, auf betroffene Personen bestmöglich eingehen? Wie achte ich, in Bezug auf die tägliche Berufsbelastung auf mich selbst?

Diese und andere Fragen werden in dreiTagungen bearbeitet, die durch die AG „Gerontopsychiatrie“ des Psychiatrieverbandes der Deutschsprachigen Gemeinschaft und die KPVDB VoG organisiert werden.

Hier der Link zur Ausschreibung der Weiterbildungsreihe: Ausschreibung Herausforderung der Altersdepression


Leitfaden „Abhängigkeiten“

Hier finden Sie einen Leitfaden zum Thema Abhängigkeiten. Dieser beinhaltet eine Auflistung der Dienste im Sozial- und Gesundheitssektor in Ostbelgien, die in verschiedenen Fachrichtungen der Thematik Abhängigkeiten und Sucht arbeiten: Prävention, Anlaufstellen, Beratung, Entgiftung, Therapie, Nachsorge und Integration.

Der Impuls des Leitfadens entstand in der „Arbeitsgruppe Sucht“, welche den Bedarf eines gebündelten Nachschlagewerks in Ostbelgien festgestellt und umgesetzt hat.

Mit Unterstützung des Jugendstrategieplans 2016-2020.

 


„Cannabiskonsum“

„Cannabiskonsum“ vom Jugend- bis zum Erwachsenenalter
Nebenwirkungen, Wirkmechanismen und Therapieoptionen

Referent: Herr Dr. Andreas Theilig
Alexianer Krankenhaus Aachen

Dienstag, 11. Oktober 2016, 15:30 – 17:30 Uhr

Im Quartum Center,

Hütte 79, 4700 Eupen

Der PSYCHIATRIEVERBAND DER DEUTSCHSPRACHIGEN GEMEINSCHAFT & die ARBEITSGEMEINSCHAFT FÜR SUCHTVORBEUGUNG UND LEBENSBEWÄLTIGUNG


„Wehrlos im Alter…“

Information und Sensibilisierung zum Thema Gewalt an Senioren.
Definition, Formen, Umgang und Prävention.

Referenten: Respect Seniors Liège

17:30 – 19:30 Uhr im Europasaal des Ministeriums der Deutschsprachigen Gemeinschaft,

Gospertstraße 1, 4700 Eupen


„Elterncoaching und die gewaltfreie Kommunikation“

„Elterncoaching“ – Die Praxis des gewaltlosen Widerstands in der Erziehung. Professionelle Präsenz als systemisches Konzept.

Rund 85 Fachkräfte aus dem psycho-sozialen Bereich, sowie aus dem Schulwesen, nahmen an der Weiterbildungsveranstaltung im Jünglingshaus, Eupen teil.

Der Tag startete mit einem interaktiven Referat über einen besonderen Beratungsansatz für Professionelle in der Arbeit von Kindern mit starken Verhaltensauffälligkeiten. Stichworte hierzu sind PRÄSENZ und GEWALTLOSIGKEIT.

Im Nachmittag fand ein praxisorientierter Workshop statt.

Referentin war Frau Barbara Ollefs, sie ist Dipl. Psychologin, systemische Familientherapeutin und Supervisorin. Sie arbeitet zurzeit als Lehrbeauftragte am Institut für systemische Ausbildung und Entwicklung in Weinheim für das Curriculum „Systemisches Elterncoaching und professionelle Präsenz“.

Seit mehreren Jahren ist Frau Dr. Ollefs freiberuflich in der Vortrags- und Fortbildung zum Elterncoaching tätig.

Die Schwerpunkte ihrer Arbeit sind „Elterliche Präsenz“ und ihre Bedeutung in der Betreuung von Familien mit einem von chronischer Erkrankung betroffenen Kind sowie Forschungen zum „Elterncoaching“ an der Universität Osnabrück

Gemeinsam mit Professor Arist von Schlippe hat Frau Dr. Ollfes ein Manual zum Elterncoaching im gewaltlosen Widerstand entwickelt.


„Gerontopsychiatrie“ – häufige Krankheitsbilder

In Zusammenarbeit mit Eudomos – IHB und dem Psychiatrieverband wurden gemeinsam wurde im Herbst 2015 vier Workshoptage zur Gerontopsychiatrie – häufige Krankheitsbilder angeboten. Referentin war Dr. Ligia Leyendecker. Insgesamt wurden mit dieser Weiterbildung ungefähr 110 Mitarbeiter aus Alten- und Pflegewohnheimen, der häuslichen Pflege und aus dem psychiatrischen Bereich, erreicht. Dr. Leyendecker sprach das Krankheitsbild Demenz an, erklärte die verschiedenen Gesichter der Depression im Alter und schließlich wurden die Teilnehmer mit dem Schlusssatz « Urteile erst über einen Menschen, wenn du einen Mond lang in seinen Schuhen gegangen bist » verabschiedet.


„Umgang mit psychiatrischen Auffälligkeiten bei Erwachsenen“

Im Oktober 2014 organisierte der Psychiatriebverband zum Tag der seelischen Gesundheit zwei Vortragsveranstaltungen in Zusammenarbeit mit dem Psychiatrischen Begleitdienst, welcher auch den inhaltlichen Teil übernahm. Thema war der „Umgang mit psychiatrischen Auffälligkeiten bei Erwachsenen im Rahmen einer Beschäftigung oder im Arbeitsalltag“.
Eingeladen waren Fachpersonen, auch Ehrenamtliche, aus Diensten, in denen unter anderem Personen mit psychiatrischen Auffälligkeiten arbeiten oder beschäftigt werden. Teilgenommen haben rund 15 Personen aus verschiedenen Einrichtungen.
Stattgefunden haben die Veranstaltungen am 09.10.2014  und am 16.10.2014 im Patchwork Sankt Vith.


Selbstverletzendes Verhalten bei Jugendlichen

„Grenzverletzung – eine Möglichkeit erwachsen zu werden?“

Über Ritzen, Schneiden, Brennen und ähnliche Handlungen im Jugendalter.

Prävention, Diagnosen und Therapiemöglichkeiten bei Mädchen und Jungen,  die sich selbst verletzen

Referentin war Frau Esther Flemming, Geschäftsführerin der Wabe-Akazia gGmbh. Rund
130 Fachpersonen versammelten sich in im Foyer des Jünglingshauses, was den großen
Bedarf an Informationen zu dieser Thematik klar zeigte.