Willkommen...
...auf der Homepage des Psychiatrieverbandes der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens.
Der Psychiatrieverband der Deutschsprachigen Gemeinschaft ist das Koordinationsgremium der Einrichtungen, die die psychiatrische Versorgung in der Deutschsprachigen Gemeinschaft gewährleisten. Er ist zugleich Bindeglied zu den Entscheidungsträgern aus Politik und Verwaltung.
Die Psychiatrieverbände sind landesweit vor 20 Jahren im Zuge der Umstrukturierung der psychiatrischen Versorgung entstanden:
- psychiatrische Langzeitbetten wurden in flexiblere und differenziertere Betreuungsformen umgewandelt (z.B. in psychiatrische Abteilungen in Allgemeinkrankenhäusern, in Einrichtungen des Begleiteten Wohnens, in psychiatrische Pflegeheime,...).
- Zur Begleitung dieser Prozesse und zur Konzertierung zwischen den Dienstleistern hat der Gesetzgeber die Einrichtung von Konzertierungsgremien ("Plates-formes de Concertation en Santé Mentale") vorgesehen, die möglichst viele Einrichtungen eines Einzugsgebietes in Zusammenarbeit vernetzen sollen.
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Zur Versorgungslage im Bereich Psychiatrie in der DG
Die Schaffung einer kompletten eigenen Versorgung innerhalb der DG ist auf Grund der geringen Bevölkerungsdichte nicht finanzierbar.
Für jeden Behandlungsbedarf gilt es somit abzuwägen zwischen der Vernetzung bestehender Angebote, der Schaffung eigener Einrichtungen in der DG, der Kooperation mit belgischen Einrichtungen, und der Kooperation mit deutschen Einrichtungen.
Bestehende Einrichtungen in der DG, die Mitglied des Psychiatrieverbandes sind:
- die psychiatrische Abteilung ("A-Abteilung") der Klinik St. Josef in St. Vith, für stationäre und tagesklinische Betreuung von Erwachsenen und tagesklinische Betreuung von Jugendlichen.
- Das Sozial-Psychologische Zentrum für die ambulante psychiatrische, psychotherapeutische und sozial-psychologische Betreuung von Erwachsenen, Paaren, Familien, Kindern und Jugendlichen.
- Das Begleitete Wohnen für die Aufnahme und sozial-pädagogische Begleitung von erwachsenen Psychiatrie-Patienten. Das Begleitete Wohnen ist auch Träger des Aktivationsdienstes, zuständig für die berufliche und soziale Eingliederung von Psychiatrie-Patienten, und des psychiatrischen Begleitdienstes, zuständig für die Heimpflege von erwachsenen Psychiatrie-Patienten.
- Das Kindertherapie-Zentrum „KITZ“ für die interdisziplinäre Betreuung von Kindern.
- Das sozial-pädadgogische Zentrum „Oikos“ für die Aufnahme und Begleitung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen, darunter Personen mit psychiatrischen Erkrankungen.
Darüber hinaus gibt es in der DG traditionell eine gute Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedern des Verbandes und den anderen medizinischen, psycho-sozialen und sozial-pädagogischen Diensten: sowohl in der konzertierten Betreuung von Patienten, als auch in den allgemeinen Überlegungen zur Verbesserung der Betreuungsstrukturen.
Die Versorgungslage im psychiatrisch-therapeutischen Bereich ist in der Deutschsprachigen Gemeinschaft schwieriger als anderswo in Belgien:
- durch sprachliche Barrieren sind manche spezialisierten Einrichtungen in Belgien für Deutschsprachige nicht zugänglich.
- Bei Bedarf nach Betreuung durch psychiatrische Kliniken besteht traditionell eine Zusammenarbeit mit Kliniken in der Französischen Gemeinschaft (Klinik der Alexianerbrüder in Henri-Chapelle, Klinik der Provinz Lüttich in Lierneux), die auch zweisprachiges Personal haben.
- Es gibt eine gute Zusammenarbeit mit spezialisierten Kliniken in Deutschland (z.B. Kliniken für Sucht- oder psychosomatische Erkrankungen). In manchen Bereichen (z.B. kinder- und jugendpsychiatrische Einrichtungen) hat es jedoch lange Zeit Engpässe in den Aufnahmemöglichkeiten gegeben, und die Auswahlmöglichkeiten bleiben begrenzt.
Der Psychiatrieverband ist zuständig für die 75.688 Einwohner der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens (Stand 1.1.2010), die in den 9 deutschsprachigen Gemeinden im Osten Belgiens leben. Das Zuständigkeitsgebiet umfasst 854 km², gelegen zwischen der Wallonie, niederländisch Limburg, Deutschland und Luxemburg.
Deutschsprachige Patienten, die in den französischsprachigen Nachbargemeinden der DG wohnen, können dort nicht in ihrer Muttersprache betreut werden und wenden sich häufig an die Einrichtungen in der DG. Die meisten Betreuungsangebote in der DG werden auf Deutsch und Französisch angeboten.
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Der Tätigkeitsbericht des Psychiatrieverbandes für das Jahr 2010 ist im Download-Bereich verfügbar.
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